{"id":121,"date":"2021-09-29T09:55:22","date_gmt":"2021-09-29T07:55:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/?page_id=121"},"modified":"2021-10-04T18:32:46","modified_gmt":"2021-10-04T16:32:46","slug":"1511-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/?page_id=121","title":{"rendered":"1511"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1511: Sebastian Virdung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wohl einer unserer fr\u00fchesten Gew\u00e4hrsleute, Sebastian Virdung, berichtet in seiner im Jahre 1511 in Basel erschienenen Musica getutscht und aussgezogen, im Zusammenhang mit den grossen Herpaucken von anderen Paucken die. ..man gmeinlich zu den zwerch.pfeiffen \/ als die kriegs knecht haben schl\u00e4gt und von einem klein peucklin \/ das. ..die frantzosen un niderlender ser zu den Schwegeln\u2026 \/ und sunderlich zu dantz oder zu den hochzyten gebraucht haben.Virdung, fol. [Civ].v<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:26% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"343\" height=\"358\" src=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/123.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-219 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/123.gif 343w, https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/123-287x300.gif 287w\" sizes=\"auto, (max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Mit Paucken und peucklin meint er zweifelsohne nicht Pauken im Sinne von Kesselpauken, sondern zwei verschiedene Gr\u00f6ssen von Trommeln, entsprechend den Abbildungen.Virdung, fol. D<br>Das kleinere Instrument wird zusammen mit der Einhandfl\u00f6te (Schwegel) zu Tanz und Hochzeit gespielt, das gr\u00f6ssere mit der Querpfeife von den \u00abKriegsknechten\u00bb, also im milit\u00e4rischen Bereich. Die Abbildung der Trommel zeigt ein Instrument mit etwa 12 Bahnen und Y-Spannung (d.h. bei gespanntem Fell bilden die Lederschleifen aus den beiden Seilabschnitten einer Bahn ein Y); das Seil wird um die Reife geschlungen und nicht durch L\u00f6cher im Reif gef\u00fchrt.Vgl. dazu Gerhard Stradner, Spielpraxis und Instrumentarium um 1500, dargestellt an Sebastian Virdungs \u201aMusica getutscht\u2018 (Basel 1511). Wien 1983, S. 387f. (Forschungen zur \u00e4lteren Musikgeschichte 4\/1).<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Seine zwerch pfeiff besteht aus einer einteiligen, verh\u00e4ltnism\u00e4ssig langen, zylindrischen R\u00f6hre mit sechs Griffl\u00f6chern, die vorne, auf einer Linie mit dem Anblaseloch stehen. Das Instrument stellt den Typ der Renaissance-Querfl\u00f6te dar, wie er bis Mitte des l7. Jahrhunderts \u00fcblich war und im milit\u00e4rischen Bereich bis in die zweite H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts oder sogar bis ins 19. Jahrhundert verwendet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem gibt uns Virdung einen Hinweis auf jene Personen, die am Herstellen von Trommeln beteiligt sind: Es sind hier nicht die Musiker selbst, wie das bei den Musikinstrumenten in dieser Zeit oft der Fall ist, sondern die pender (Pergamenter), kuffer (K\u00fcfer = Hersteller von F\u00e4ssern) \/ oder die die fesser machen. Gleichzeitig spricht er sowohl der Kesselpauke als auch der Trommel die Bezeichnung Musikinstrument ab, denn wann das klopfen und boldern \/ Musica sol seyn \/ So musten die pender oder kuffer \/ oder die die fesser machen auch musici seyn \/ das ist aber alles nichts.Virdung, fol. Dv. Leider erfahren wir bei ihm nichts \u00fcber die Masse der Instrumente oder \u00fcber die Spielhaltung der Trommel.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-accent-1-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><a href=\"?page_id=115\">12. Jahrhundert: Herkunft aus dem Osten<\/a> \u2013 <a href=\"?page_id=121\">1511: Sebastian Virdung<\/a> \u2013 <a href=\"?page_id=124\">1528 und 1545: Martin Agricola <\/a>\u2013 <a href=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/?page_id=127\" data-type=\"page\">1555: Clement Janequin <\/a>\u2013 <a href=\"?page_id=132\">1588: Thoinot Arbeau <\/a>\u2013 <a href=\"?page_id=134\">16. Jahrhundert: Milit\u00e4rfl\u00f6te <\/a>\u2013 <a href=\"?page_id=137\">1619\/20: Michael Praetorius <\/a>\u2013 <a href=\"?page_id=139\">1636: Marin Mersenne <\/a>\u2013 <a href=\"?page_id=141\">18. Jahrhundert: \u00c4nderung der Quellenlage <\/a>\u2013 <a href=\"?page_id=144\">18. Jh.: Piccolo im deutschen Raum <\/a>\u2013 <a href=\"?page_id=146\">Ende 19. Jh.: Piccolo an der Fasnacht <\/a>\u2013 <a href=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/?page_id=148\" data-type=\"page\">Exkurs: Trommeln im Historischen Museum in Basel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1511: Sebastian Virdung Wohl einer unserer fr\u00fchesten Gew\u00e4hrsleute, Sebastian Virdung, berichtet in seiner im Jahre 1511 in Basel erschienenen Musica getutscht und aussgezogen, im Zusammenhang mit den grossen Herpaucken von anderen Paucken die. ..man gmeinlich zu den zwerch.pfeiffen \/ als die kriegs knecht haben schl\u00e4gt und von einem klein peucklin &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":69,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-121","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/121","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=121"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/121\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":379,"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/121\/revisions\/379"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/69"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=121"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}