{"id":662,"date":"2021-10-07T11:33:04","date_gmt":"2021-10-07T09:33:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/?page_id=662"},"modified":"2021-12-03T11:18:52","modified_gmt":"2021-12-03T10:18:52","slug":"christen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/?page_id=662","title":{"rendered":"Christen"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Fasnacht in Basel<\/h1>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"280\" height=\"347\" src=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/fasnachtinbasel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-676\" srcset=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/fasnachtinbasel.jpg 280w, https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/fasnachtinbasel-242x300.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p style=\"font-size:16px\"> Ausschnitte aus dem Buch<br><strong>Fasnacht in Basel<\/strong><br>von Robert B. Christ und<br>Eugen A. Meier,<br>Pharos-Verlag Hansrudolf Schwabe AG 1968  <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-large-font-size\" style=\"background-color:#eeeeee\"><em>Texte von Eugen A. Meier<\/em> <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tanz<\/h3>\n\n\n\n<p id=\"Tanz\" style=\"font-size:16px\">Den eher sittsamen Tanzvergn\u00fcgen der Bev\u00f6lkerung auf den Stuben der Z\u00fcnfte und Vorstadtgesellschaften standen zuweilen h\u00f6chst verwerfliche Exzesse gegen\u00fcber. 1532 produzierte eine \u00fcber 15 Mann starke Gruppe, der u.a. drei Druckergesellen, zwei Schlosser, zwei Metzger, ein Messerschmied, ein Kartenmaler, ein Zunftknecht, ein Eisenkr\u00e4mer und ein Weber angeh\u00f6rten, auf der Zunftstube zum B\u00e4ren (Hausgenossenzunft), auf dem Kornmarkt (Marktplatz) und auf Strassen und Gassen zu den Weisen des Pfeifers Ulrich Frauenknecht \u201eby Nacht und Neben\u201c einen Nackttanz, der heftig emp\u00f6rte. Bei Androhung des Schwerts im Wiederholungsfalle waren \u201eGef\u00e4ngnis und eine gesalzene Geldbusse von f\u00fcnf Pfund f\u00fcr jeden \u00dcbelt\u00e4ter der Lohn f\u00fcr solch urt\u00fcmlich w\u00fcste Maskerei\u201c. (Seite 13)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\">Tanz der K\u00fcfer<\/h3>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\">Ungleich popul\u00e4rer als der Schwerttanz war in Basel der Tanz der K\u00fcfer, bei dem statt des Schwertes ein Holzbogen als Tanzger\u00e4t diente. Wie sich der K\u00fcfertanz, dessen erste Erw\u00e4hnung ins Jahr 1526 f\u00e4llt, abgewickelt hat, berichteten die Z\u00fcrcher Monatlichen Nachrichten im Jahre 1754:<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\"><br><em>\u00abWeil der letzte Herbst so wol ausgefallen, und der Wein so vortrefflich gut worden (dass man zu Basel bey nahem allen Wein von den n\u00e4chsten Markgr\u00e4fischen D\u00f6rfern aufgekauft hat), so haben die in Basel sich aufhaltenden K\u00fcffer-Knechte ihre Freude hier\u00fcber auf eine feyerliche Weyse an Tag legen wollen: Sie hielten n\u00e4mlich, ihrem Gebrauch nach, am verwichenen Ascher-Mittwochen ihren Umzug, den sie aber diesmal mit einem Reiftanz ziereten: Zuerst giengen 5 Musikanten, n\u00e4mlich 2 Geigen, l Clarinette, l Fagot und l Hautbois (Oboe); darnach 2 B\u00fcchsenknechte mit grossen silbernen Koken (holen K\u00fcffer-Schleglen); diesen folgte der Reifschwinger, der nichts \u00fcber sich hatte, als ein sch\u00f6n weisses Hemd, Scharlach-rothe Hosen mit gelben Kn\u00f6pfen, weisse Str\u00fcmpfe, Sammet-lederne Schuhe, und ein Rosen-farbes K\u00e4plein mit kreuzweise darauf gehefteten Kr\u00e4nzlenen auf dem Kopf, und die Haare gekr\u00e4uset und gepudert; in der rechten Hand trug er einen kleinen Reif, darein er 3 Gl\u00e4ser, das mittlere Gesundheits Glas mit rothem, und die \u00e4ndern zwey mit weissem Wein angef\u00fcllet, gestellet hatte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\"><br><em>Hierauf kamen 13 andere, alle ihrem Vorg\u00e4nger gleich gekleidet und gezieret, welche grosse schwanke offene Reife, in die H\u00f6h gerichtet, trugen, so dass ein jeder in einer Hand das andere End von seines Vorg\u00e4ngers, und in der anderen das eint von seinem eigenen Reife hatte, und immer behielt. Sie stuhnden vor vornehmer Leuten und Meisters-H\u00e4usern still, und hielten ihren Tanz, der besser und lustiger zu sehen, als zu beschreiben; indem sie, bald einen Krays machten, ihre Reife in gleichen Augenblicken gegen den Boden schwungen und dar\u00fcber sprangen; bald sich wieder kehrten, dieselbe obsich richteten und darunter durch tanzeten, und gleichsam den Fahnen Schw\u00fcngen; bald sich nach und nach Reyhenweis gegeneinander \u00fcber stellten, und sich wieder voneinander trennten;bald wieder einen engen Krays schlossen, indem sie mit ihren Reiffen eine concave (hohle) Halbkugel formierten, und damit ihren Reiffschwinger, der sich darein gestellt hatte, dreimal auflupften; bald wieder nach der Cadence (im Takt) sich auseinander wickelten, ihre Reife in die H\u00f6he huben und \u00fcbereinander legten, so dass sie eine halbe Sphaere (Kreis) machten; endlich sich wieder auseinander zogen, und schlangenweise durch einander durch tanzeten, bis sie einen weiten Krays ausgemacht, in dessen Mitte sich der Reifschwinger stellte, und nach dem Marche du Prince Eug\u00e8ne seinen Reif mit Gl\u00e4sern, sich auf die Vim centrifugam (Zentrifugalkraft) verlassend, rechts und links um den Kopf, um den Leib und unter den Beinen durch schwang, und das mit einer solchen Fertigkeit, dass ihm sehr selten ein Glas abfiel; hierauf trank er aus dem mittlern Glas auf des Herrn, dem zu Ehren sie tanzeten, seine Gesundheit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\"><br><em>Inzwischen \u00e4ffte der Arlequin (Hanswurst), der Platz machen musste, allem diesem nach. Dem Zug folgte ein Wagen mit 3 neuen F\u00e4ssern; auff den beyden kleinern sassen ordentlich gekleidete K\u00fcfferknechte, die lustig darauf h\u00e4mmerten, und auf dem mittleren grossen ein Bacchus (Weingott), der den verehrten Wein versuchte, und durch den Trichter oben in das Fass sch\u00fcttete. Dieser Umzug w\u00e4hrete alle Tage die ganze Woche, so dass sie erst den Montag darauf in die kleine Stadt ziehen, und am Dienstag auf ihrer Zunft Tanz und Mahlzeit halten konnten. Ob sie schon vor den H\u00e4usern beynahe 500 fl. (Gulden) m\u00f6gen bekommen haben, kan ihnen doch, wegen unterschiedlichen Unkosten, wenig davon \u00fcbrig geblieben seyn.\u00bb<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kuefer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-683\" width=\"668\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kuefer.jpg 550w, https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/kuefer-487x300.jpg 487w\" sizes=\"auto, (max-width: 668px) 100vw, 668px\" \/><figcaption><em>\u00abTanz der K\u00fcfer auf dem Marktplatz\u00bb, nach einem Aquarell von Hieronymus Hess, 1848<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p id=\"Tanzveranstaltung\">In den Ratsprotokollen ist &#8211; nachdem 1769 sechzehn Kleinbasler Buben auch einen K\u00fcfertanz gehalten hatten &#8211; 1792 letztmals vom Umtanzen der K\u00fcfer die Rede. Die K\u00fcfermeister hatten in diesem Jahr den Wunsch ausgesprochen, dass der Tanz ein Ende nehme. Es scheint, als h\u00e4tte die Franz\u00f6sische Revolution die Tradition des w\u00e4hrend Jahrhunderten mit Begeisterung gespielten K\u00fcfertanzes, der am Eidgen\u00f6ssischen Turnfest 1912 nochmals auflebte, gebrochen. Zum Tanze aufgespielt wurde nach den Melodien alter Schweizerm\u00e4rsche mit Querpfeife und Trommel; die Trommler bedienten sich meist grossf\u00f6rmiger und mit den Emblemen der Stadt bemalter Holztrommeln, die durch sieben Schalll\u00f6cher einen dumpf klingenden Ton abgaben. Bis weit ins 16. Jahrhundert hinein waren Pfeife und Trommel unerl\u00e4ssliche Elemente der Tanzmusiken, die vielfach auf offenem Platze zum Tanz boten.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"tromben\">Die ersten Nachrichten \u00fcber Basels Fasnachtsmusik datieren aus dem 15. Jahrhundert. Die B\u00fcrgerschaft leistete sich schon damals ein kleines, mit je vier Pfeifern und Trommlern besetztes Corps vereidigter Stadtmusikantne, das nach dem Kirchgang an Sonntagen und \u00f6ffentlichen Feiertagen im Rathaus oder auf der Rheinbr\u00fccke konzertierte. Auch zum Empfang fremdl\u00e4ndischer G\u00e4ste, beim Besuch ausw\u00e4rtiger Kilben und Schiessen, beim Wettstreit der Armbrust- und B\u00fcchsensch\u00fctzen und bei milit\u00e4rischen Harnischmusterungen erfreuten die Spielleute m\u00e4nniglich mit beschwingter Musik. \u2026 An Kriegsz\u00fcgen waren Trommler und Pfeifer ebenso wenig entbehrlich wie an der Fasnacht; denn die &#8222;tromben lassent sich die basler nit nemmen&#8220; (1622). (Seite 14-16)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fasnachtsumz\u00fcge<\/h3>\n\n\n\n<p id=\"Kinder\" style=\"font-size:16px\">Wie farbenpr\u00e4chtig die haupts\u00e4chlich von Kindern und Burschen gebildeten Fasnachtsumz\u00fcge der Gesellschaften um die Mitte des 18. Jahrhunderts gewirkt haben, beschrieb 1766 der \u00dcberreiter Johann Heinrich Bieler:<br>\u201eSeit 200 Jahren ist es Brauch, dass alle Jahre am Fasnachtsmontag und -dienstag die Knaben aus allen Quartieren mit Trommeln, Pfeifen und klingendem Spiel in der ganzen Stadt umherziehen. Sie tragen Unter- und \u00dcbergewehre und stellen Offiziere, Grenadiere, Musketiere, Harnischm\u00e4nner, Eidgenossen, Sch\u00e4fer und Sch\u00e4ferinnen dar, zu denen sich viele grosse und kleine maskentragende Buben gesellen. \u2026\u201c (Seite 22)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-large-font-size\" style=\"background-color:#eeeeee\"><em>Texte von Robert B. Christ<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Yynepfyffe<\/h3>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\">Am Sonntagabend vor dem Morgenstreich soll die fertige Laterne, vom Pfeifercorps feierlich-fr\u00f6hlich in Zivil begleitet, zum Cliquen-Lokal in der Altstadt gebracht \u2013 \u00abgepfiffen\u00bb \u2013 werden. Denn dort braucht man sie; dort muss sie bereitstehen, wenn sich, noch vor vier Uhr in der Fr\u00fche, der Cliquenzug zum Morgenstreich ordnet. (Seite 57)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Piccolos aus T\u00fcbingen<\/h3>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\">Das Blasen der Querpfeife, der Piccolofl\u00f6te, kurzum das Pfeifen, erlernt man von Anbeginn am Instrument selbst, erste Stimme auf dem enger, zweite Stimme auf dem weiter gebohrten Piccolo, welches so gut wie ausschliesslich, heisst es, in T\u00fcbingen hergestellt wird. (Seite 57)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">90 Schritte pro Minute<\/h3>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\">Und wie viele M\u00e4rsche gab und gibt es! M\u00e4rsche f\u00fcr die Trommel allein und noch weit mehr M\u00e4rsche f\u00fcr Trommel und Pfeife, dazu Paradest\u00fccke, die kaum auf der Strasse, sondern nur bei Veranstaltungen, am Preistrommeln oder am \u00abMonschter\u00bb, am sagenhaften Monstre-Trommelkonzert (welches j\u00fcngere Leute etwas respektlos, aber vielleicht z\u00e4rtlich und ohne es herabmindern zu wollen \u00abDrummeli\u00bb nennen) zu h\u00f6ren sind\u2026Die Trommel ist \u00e4lter als die Fasnacht \u2013 auch in Basel. Sie tat ihren Dienst auf Kriegsz\u00fcgen. Daher stammt ja das gem\u00fctliche Tempo der Basler M\u00e4rsche \u2013 gegen 90 Schritte in der Minute, der Landsknechtsschritt von einst. Auf der Strasse wird solch gem\u00e4chliches Tempo eigentlich ganz von selbst nie \u00fcberschritten. Am \u00abMonschter\u00bb, seit langem schon im ehemaligen K\u00fcchlin-Theater, das heute K\u00fcchlin-Kino hat werden m\u00fcssen, kann das eher einmal passieren. Geniesser sehen einander malizi\u00f6s l\u00e4chelnd an: \u00abWann geht der Zug?\u00bb. (Seite 58)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Tod schl\u00e4gt die Trommel<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"318\" height=\"412\" src=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Totentanz.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-678\" srcset=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Totentanz.gif 318w, https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Totentanz-232x300.gif 232w\" sizes=\"auto, (max-width: 318px) 100vw, 318px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"font-size:16px\">Trommel und Pfeife bildeten einst auch die Tanzmusik schlechthin, waren jedoch auch feierliche Musikbegleitung, wo es darauf ankam. Selbst an Hochzeiten soll damals in der Kirche durchaus ernsthaft getrommelt und gepfiffen worden sein. Und auf alten Abbildungen erscheint im Totentanz der Tod selber als Tambour: Er spielt zum Tanze auf. Pfeifer hatte die Stadt selbst in ihrem Sold; die Stadtpfeifer hatten \u2013 wohl im Verein mit \u00abTrummenslahern\u00bb \u2013 f\u00fcr Musik zu sorgen, wenn es festlich oder feierlich in der Stadt irgendwo zu- und herging. (Seite 62)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vom Morgenstreich<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"399\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/fasnachtinbaselbild.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-682\"\/><figcaption><strong>Der Morgenstreich 1850 in einer Darstellung der Leipziger Illustrierten:<br>Laternen statt der bisherigen Fackeln (Staatsarchiv Basel)<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p id=\"Bell\" style=\"font-size:16px\">Samuel Bell hatte 1834 zum ersten Mal einen Morgenstreich organisiert, obwohl es ihm die hohe Obrigkeit verbieten wollte. Die \u00fcber 100 Tambouren damals waren schon zahlenm\u00e4ssig den paar aufgebotenen St\u00e4nzlern weit \u00fcberlegen; diese Polizei vermochte jenen Morgenstreich unm\u00f6glich zu verhindern, wie ihr aufgetragen war. Der Name, die Bezeichnung \u00abMorgenstreich\u00bb allerdings ist \u00e4lter; erstmals im Jahre 1808 taucht das Wort auf. Nach dem \u2013 geratenen \u2013 Versuch Samuel Bells von 1834 wurde dann im Jahre 1835 die Fasnachtsverordnung ganz wesentlich freiheitlicher und neu gestaltet; damit wurde auch der Morgenstreich um vier Uhr morgens erlaubt. Noch im 18. Jahrhundert durfte erst morgens um sieben Uhr, dann ab sechs Uhr fr\u00fch getrommelt werden, 1804 ausnahmsweise einmal schon ab 5 Uhr und dann wieder \u2013 bis 1835 \u2013 erst von sechs Uhr an. (Seite 62)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"390\" height=\"289\" src=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/fasnachtinbaselbild2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-680\"\/><figcaption><strong>Wohl das bekannteste alte Bild der Basler Fasnacht: \u201eMorgenstreich\u201c,<br>Lithographie von Hieronymus Hess 1843 (Staatsarchiv Basel)<br>Im Spiel Fanfaren, noch keine Piccolos.<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"305\" src=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/morgenstreich1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-681\" srcset=\"https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/morgenstreich1.jpg 400w, https:\/\/www.pfyffersyte.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/morgenstreich1-393x300.jpg 393w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption><strong>\u2026 und als \u00d6lgem\u00e4lde.<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fasnacht in Basel Ausschnitte aus dem BuchFasnacht in Baselvon Robert B. Christ undEugen A. Meier,Pharos-Verlag Hansrudolf Schwabe AG 1968 Texte von Eugen A. 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